Mietcamper in Island: Das ultimative Abenteuer auf der Ringstraße

Island zählt zu den faszinierendsten Reisezielen der Welt – und kaum eine Art zu reisen passt besser zu diesem Land als der Mietcamper. Wer in einem Wohnmobil oder Campervan auf der berühmten Ringstraße unterwegs ist, erlebt Gletscherlagunen, dampfende Geysire, schwarze Sandstrände und Polarlichter genau dann, wenn er möchte – ohne feste Hotelzeiten, ohne Umwege, ohne Kompromisse. Dieser Ratgeber zeigt, warum Island im Mietcamper bereist werden sollte, was du wissen musst – und wie du das Beste aus deiner Reise herausholst.

Warum Island perfekt für eine Mietcamper-Reise ist

Island ist ein Land der Extreme und der Weite. Die Infrastruktur ist dünn besiedelt, öffentliche Verkehrsmittel kaum vorhanden, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verteilen sich über die gesamte Insel. Genau das macht den Mietcamper zur idealen Reiseform:

Du bist völlig flexibel. Wenn die Polarlichter um 23 Uhr tanzen, fährst du einfach raus. Wenn ein Wasserfall so wunderschön ist, dass du eine Nacht bleiben möchtest – kein Problem. Der Camper ist Transportmittel, Hotel und Wohnzimmer in einem.

Dazu kommt: Übernachtungspreise in Island sind für klassische Hotels oft sehr hoch. Wer im Camper schläft, spart erheblich – und schläft dennoch mitten in der Natur.

Die Ringstraße – Herzstück jeder Island-Reise

Die Þjóðvegur 1, international bekannt als Ring Road oder Ringstraße, ist eine rund 1.332 Kilometer lange Nationalstraße, die einmal um ganz Island führt. Die meisten Mietcamper-Reisenden nutzen sie als Grundgerüst ihrer Route und ergänzen Abstecher ins Landesinnere oder auf die Halbinsel Snæfellsnes.

Typische Reisedauer: Wer die Ringstraße gemütlich erkunden möchte, plant mindestens 10 bis 14 Tage ein. In 7 Tagen ist sie machbar, aber dann bleibt kaum Zeit für Abstecher und spontane Pausen.

Die schönsten Stationen der Ringstraße

Þingvellir-Nationalpark (Westisland): Tektonische Platten, historische Parlamentsstätte und kristallklares Wasser – ein Pflichtprogramm gleich zu Beginn der Reise.

Geysir und Gullfoss: Die beiden bekanntesten Naturschauspiele Islands sind Teil des sogenannten „Goldenen Rings“ und liegen leicht von der Ringstraße erreichbar.

Skaftafell und Vatnajökull: Der größte Gletscher Europas dominiert den Süden Islands. Wanderungen auf das Eis oder durch die schwarzen Lavawüsten darunter sind unvergesslich.

Jökulsárlón – die Gletscherlagune: Eisberge treiben im tiefblauen Wasser, Robben tummeln sich auf dem Eis, der Horizont glitzert. Einer der meistfotografierten Orte Islands – und trotzdem überwältigend.

Mývatn (Nordisland): Vulkanlandschaften, brodelnde Schlammtöpfe, Pseudokrater und ein traumhafter See bilden ein einzigartiges Ensemble im Norden.

Westfjorde (Abstecher): Wer Zeit hat und Einsamkeit sucht, sollte einen Bogen in die Westfjorde einplanen – eine der abgelegensten und wildesten Regionen Islands.

Welcher Mietcamper passt zu Island?

Nicht jedes Fahrzeug eignet sich gleich gut für Island. Wichtig ist die Wahl des richtigen Fahrzeugtyps:

Campervan (VW Bus / kleiner Van)

Ideal für Paare oder Alleinreisende. Kompakt, günstig im Verbrauch und auf den meisten Straßen problemlos zu fahren. Schlafen und Kochen sind im Van integriert. Nachteil: weniger Komfort bei schlechtem Wetter.

Mittelgroßes Wohnmobil (5–6 Meter)

Das Allroundfahrzeug für Island-Reisen. Bietet Küche, Bad und Schlafbereich und ist dennoch wendig genug für Serpentinen und Schotterpisten. Empfehlenswert für Paare mit Komfortanspruch.

Großes Alkoven-Wohnmobil

Für Familien oder Gruppen bis 4–5 Personen. Bietet den meisten Platz, ist aber auf engen Ringstraßen-Abschnitten anspruchsvoller zu fahren.

4×4-Camper

Wer die Hochlandrouten (F-Straßen) befahren möchte, braucht zwingend ein zugelassenes 4×4-Fahrzeug. Diese Strecken sind nur im Sommer geöffnet und bieten Zugang zu den einsamsten Regionen Islands.

Einen detaillierten Preisvergleich für Mietcamper in Island und anderen Destinationen findest du auf Mietcamper-Vergleich.de.

Campingplätze in Island: Was du wissen musst

Island hat ein gut ausgebautes Netz an Campingplätzen, das fast entlang der gesamten Ringstraße verläuft. Die wichtigsten Infos:

Offizielles Camping-System: Island verfügt über den Camping Card, mit dem du an hunderten Plätzen gegen eine Jahresgebühr übernachten kannst. Für Reisen von 2–3 Wochen lohnt sich diese Karte erheblich.

Wildcampen: Seit einer Gesetzesänderung ist Wildcampen außerhalb ausgewiesener Flächen verboten. Halte dich an die Campingplätze – sie sind in Island meist günstig, gut ausgestattet und wunderschön gelegen.

Sanitäranlagen: Die meisten Campingplätze haben Duschen, Toiletten und Küchenzeilen. In abgelegenen Regionen kann die Ausstattung einfacher sein – plane entsprechend.

Öffnungszeiten: Die meisten offiziellen Campingplätze sind von Mai bis September geöffnet. Wintercamping ist möglich, aber nur erfahrenen Reisenden empfohlen.

Die beste Reisezeit für Island im Mietcamper

Sommer (Juni–August): Die beliebteste Reisezeit. Lange Tage (bis zur Mitternachtssonne), angenehme Temperaturen von 10–15 °C, alle Campingplätze geöffnet, F-Straßen befahrbar. Nachteil: hohe Nachfrage, frühzeitig buchen.

Frühling und Herbst (April–Mai, September–Oktober): Weniger Touristen, günstigere Preise, und im Herbst steigen die Chancen auf Polarlichter erheblich. Wetter ist unbeständiger, manche Campingplätze noch geschlossen.

Winter (November–März): Für Abenteuerlustige. Polarlichter fast jede klare Nacht möglich, schneebedeckte Landschaften von surrealer Schönheit. Aber: kurze Tage, Kälte, und viele Campingplätze geschlossen. Spezielle Winterausrüstung und ein beheizter Camper sind Pflicht.

Kosten: Was kostet eine Mietcamper-Reise durch Island?

Island ist kein günstiges Reiseland, aber mit dem Mietcamper lässt sich das Budget deutlich besser kontrollieren als mit Hotel und Restaurant. Eine grobe Übersicht für zwei Personen über 12 Tage:

  • Mietcamper: 1.200–2.500 € (je nach Fahrzeugtyp und Saison)
  • Kraftstoff: 300–500 € (Diesel, ca. 200–250 Liter auf der Ringstraße)
  • Campingplätze: 200–400 € (oder günstiger mit Camping Card)
  • Lebensmittel (selbst gekocht): 400–600 €
  • Aktivitäten & Eintritt: 200–400 €

Gesamtbudget: ca. 2.300–4.400 € für zwei Personen – deutlich günstiger als eine vergleichbare Hotel-Reise.

Vergleiche vor der Buchung unbedingt verschiedene Anbieter, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Auch für Island gilt: Wer frühzeitig bucht, spart oft 20–30 Prozent. Hilfreiche Vergleiche bietet auch das Portal Wohnmobil-Mieten.cc.

Wichtige Tipps für die Vorbereitung

Internationaler Führerschein: Für Staatsbürger der EU und Schweiz reicht der normale Führerschein. Nicht-EU-Bürger sollten einen internationalen Führerschein beantragen.

Vollkaskoversicherung mit Schotterstein-Schutz (SCDW): Island ist bekannt für fliegende Steine auf Schotterpisten. Unbedingt die Gravel Protection dazubuchen – sie deckt Steinschäden an Unterboden und Karosserie ab.

GPS und Offline-Karten: Auf dem Land ist Mobilfunkempfang oft schwach. Lade Offline-Karten vorab herunter (z. B. Maps.me oder Google Maps Offline).

Wetterfestigkeit einplanen: Island-Wetter kann sich innerhalb von Stunden dramatisch ändern. Warme, wasserdichte Kleidung ist Pflicht – auch im Sommer.

Früh buchen: Besonders in der Hochsaison (Juli/August) sind die besten Fahrzeuge schnell ausgebucht. Reserviere idealerweise 3–6 Monate im Voraus.

Fazit: Island im Mietcamper ist ein Erlebnis fürs Leben

Kaum ein Reiseformat passt so perfekt zu einem Reiseland wie der Mietcamper zu Island. Die Kombination aus maximaler Freiheit, atemberaubender Natur und der Möglichkeit, spontan dort zu bleiben, wo es am schönsten ist, macht jede Island-Reise im Camper zu einem unvergesslichen Abenteuer. Ob Gletscherlagune bei Sonnenuntergang, Polarlicht über dem Camper oder Frühstück mit Blick auf einen rauchenden Vulkan – Island hält Momente bereit, die sich in kein Hotelzimmer kaufen lassen.

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